... – vielleicht sogar gewachsen ist.


Wenn die Kunstwerke der ehemaligen Parteien und Massenorganisationen der DDR in großem Umfang wieder öffentlich wahrgenommen werden, lässt sich sicher auch genauer erforschen, warum diese Bilder noch immer eine Anziehungskraft besitzen.


Die öffentlichen Galerien und Museen in Berlin hatten in den letzten Jahren kein Interesse an Ausstellungen vom Kunstarchiv Beeskow.

Nun aber begegnen mir diese beiden Unternehmer, für die Probleme eine Herausforderung sind und denen es sichtlich Spaß macht, für alles gleich mehrere Lösungen zu finden. Zum Beispiel wurden, als es um die Hängung der Bilder ging, an nur einem Tag (Abendstunden mit eingerechnet) dutzende Varianten neu erfunden und geprüft.

Mir gefällt diese ungebremste Art, ein Projekt zu denken, vorzubereiten und umzusetzen.


Ich habe in den letzten fünf Jahren die Erfahrung gemacht, dass sich die Gesellschaft der DDR mit ihren Widersprüchen und Reibungen, ihren Utopien und dem, was sie vierzig Jahre zusammengehalten hat, in der Auseinandersetzung mit Kunstwerken viel besser begreifen lässt.


Als hätte die Suche nach der künstlerischen Wahrheit am Ende mehr von der Wirklichkeit, dem Denken und Fühlen und den individuellen Haltungen festgehalten als eine Akte jemals herzugeben vermag.

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Deshalb begrüße und unterstütze ich diese Ausstellung „Kunst in der DDR“. Ich bin sicher, dass sie die Bedeutung der Kunst innerhalb des Herrschafts- und Gesellschaftssystems der DDR wieder thematisiert und weitere Fragen provoziert, bei denen jeder Ausstellungsbesucher die eigene Haltung zu den Bildern neu überprüfen kann.


Dr. Simone Tippach-Schneider, Berlin

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